09.05.2010

Vollgas nach dem Matchball

Mikhail Youzhny gewinnt die BMW Open by FWU Retakaful 2010. Verantwortliche und Sponsoren blicken auf eine erfolgreiche Turnierwoche zurück.

 

Am Ende gab der Sieger noch mal Gas. Auf dem Platz, aber nicht zu Fuß, sondern im neuen BMW 325i Cabrio. Im dritten Finale innerhalb von vier Jahren schnappte sich Mikhail Youzhny am Sonntag endlich den Titel und die Prämie auf vier Rädern bei den BMW Open by FWU Retakaful 2010. Auch im letzten Spiel des Turniers brauchte er jede Menge Geduld, denn erst nach zwei Stunden und 50 Minuten zähen Ringens stand der Sieg des Russen gegen Marin Cilic fest (6:3, 4:6, 6:4).

Wie beim Sieg am Tag zuvor gegen Philipp Petzschner bewies Youzhny auch im Spiel gegen die Nummer eins des Turniers, die Nummer elf der Weltrangliste, Ausdauer und mentale Stärke. Vor allem in einer Phase, als es so aussah, als habe er einen entscheidenden Fehler gemacht. Jener Schmetterball ins Netz, mit dem er den zweiten Satz verlor, gab Cilic neue Zuversicht, auch das vierte Spiel in Folge in drei Sätzen zu gewinnen.

Youzhny aber blieb stark. Zur Freude des Publikums am voll besetzten Centre Court, darunter der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, spielte er unbeirrt weiter, und das zahlte sich aus. Mit dem entscheidenden Break der Partie ging er 4:3 in Führung, danach zeigte er keine Schwäche mehr und schnappte sich den Autoschlüssel, seinen ersten Titel in München und den ersten in diesem Jahr auf der ATP-Tour.

Der Österreicher Oliver Marach und der Spanier Santiago Ventura hatten sich vor dem Finale im Einzel nach einem dramatischen Spiel gegen die deutsch-amerikanische Kombination Michael Kohlmann/Eric Butorac den Titel im Doppel geholt. Kohlmann/Butorac vergaben dabei im Match-Tiebreak des entscheidenden Satzes fünf Matchbälle.

Im Sonnenschein des letzten Tages fiel das Fazit der Verantwortlichen der BMW Open by FWU Retakaful rundum positiv aus. In der Woche vor dem Beginn des Turniers hatte BMW die Verlängerung des Vertrages um drei Jahre publik gemacht, und Manfred Bräunl, Leiter Marketing Deutschland BMW AG, versicherte noch einmal, wie zufrieden man im Hause mit dieser Entscheidung sei. Und dass er sich vorstellen könne, dass BMW nach dem Ende der neuen Vertragszeit auch beim 100. Jubiläum des Turniers im Jahr 2015 noch dabei sein werde.

Bräunl lobte die professionelle Zusammenarbeit mit den Partnern des Turniers, und das Lob kam von Dr. Angela S. Dirrheimer, Vorstand der FWU AG, postwendend zurück, die meinte, sie arbeite sehr gern und sehr gut mit BMW zusammen.

Veranstalter Klaus Cyron, Geschäftsführer S&K Marketingberatung GmbH, erklärte, er sei trotz des Zuschauer-Rückganges von insgesamt 35.000 auf 28.000 mit der Woche sehr zufrieden. Der Zuspruch habe natürlich unter dem extrem schlechten Wetter an sechs Tagen des Turniers gelitten, umso mehr freue er sich über den sonnigen und erfolgreichen Abschluss an den letzten drei Tagen.

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